Gebrüder Mönning
Heinrich Wilhelm Mönnig (1852-1934) gründete 1875 seinen Betrieb in Markneukirchen. Hinter dem bekannten Namen "Gebrüder Mönnig" verbergen sich Heinrich Wilhelms Söhne Hans und Fritz Mönnig. Sie führten die väterliche Werkstatt ab 1906 unter dem Namen "Gebr. Mönnig" weiter. Während anfangs handwerklich produziert wurde, wurde die Firma im Laufe der 20er Jahre stark vergrößert und wandelte sich allmählich zu einer Instrumenten-Fabrik. 1930 beschäftigte der Betrieb etwa 50 Mitarbeiter, 1938 war die Zahl der Mitarbeiter auf 109 angestiegen. Zu dieser Zeit baute man bei Mönnig alle Holzblasinstrumente einschließlich der Böhmflöte auch aus Plexiglas.
Zwei Söhne der Gebrüder Mönnig wanderten in die USA aus und arbeiteten dort als angesehene Holzblasinstrumentenmacher. Der Sohn von Fritz Mönnig, Horst F. Mönnig (1903-1959) - seit 1924 in Kalifornien - arbeitete bei Baxter-Northup, Los Angeles, als Flötenbauer; 1935 machte er sich selbständig und war bis 1952 als Flötenbauer aktiv. In Amerika schrieb er seinen Namen "Moennig" mit "oe". Sein Cousin W. Hans Moennig, der Sohn von Hans Mönnig (s.o.) war ein im Raum Philadelphia bekannter Klarinetten- und Fagott-Spezialist. Nach dem Tode von Hans Mönnig 1942 treten die Söhne Albert (Sohn von Hans) und Willy (Sohn von Fritz) in die Gesellschaft ein. Nachdem Albert im Krieg 1944 fiel, lag die Leitung der Firma in den Händen von Fritz und seinem Sohn Willy Mönnig. Wilhelm Mönnig als Sohn von Willy und Klaus Mönnig als Sohn von Albert sind bis heute im Unternehmen tätig. Das ehemalige Familienunternehmen war seit den 50er Jahren aufgrund staatlicher Einflussnahme gezwungen, die Produktion ihrer Instrumente quantitativ auf ein Höchstmaß zu bringen. Für weitere Entwicklungsarbeit, wofür gerade die Fa. Mönnig berühmt war, fehlte Zeit und Geld. Die Hauptaufgabe bestand in ständig wachsenden Produktionszahlen unter zum Teil sehr schlechten Bedingungen. Nach der Wiedervereinigung wurde die Marke "Gebr. Mönnig" zusammen mit den Marken "Oscar Adler" und der von O. Adler im Jahre 1928 eingeführten Marke "Sonora" in der Holzblasinstrumentenbau GmbH zusammengeführt.
Die Englischhörner sind von außergewöhnlicher Qualität und werden bei dem Modell "Diamant" mit Coccobolo Becher, Goldböcken und Sterling Silber Einsatz geliefert.

